GwG (Geldwäschegesetz)
Das zentrale deutsche Gesetz zur Bekämpfung von Geldwäsche, das Uhrenhändler zu umfassenden Sorgfaltspflichten verpflichtet.
Was ist das GwG?
Das Geldwäschegesetz (GwG) setzt die EU-Geldwäscherichtlinien in deutsches Recht um. Uhrenhändler gelten als „Güterhändler" und unterliegen den Sorgfaltspflichten bei Bartransaktionen ab 10.000 Euro — ein Schwellenwert, der im Luxussegment häufig erreicht wird.
Wesentliche Pflichten
Das GwG verlangt eine schriftliche Risikoanalyse, Kundensorgfaltspflichten (KYC), Verdachtsmeldungen an die FIU und fünfjährige Aufbewahrung aller Unterlagen. Je nach Betriebsgröße können weitere interne Sicherungsmaßnahmen erforderlich sein. Bei schweren Verstößen drohen Bußgelder bis zu einer Million Euro.
Verwandte Begriffe
KYC (Know Your Customer)
Die gesetzlich vorgeschriebene Identitätsprüfung von Geschäftspartnern, die im Uhrenhandel zur Vermeidung von Geldwäsche unerlässlich ist.
AML (Anti-Money Laundering)
Alle Maßnahmen und Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche, die für Uhrenhändler aufgrund hoher Transaktionswerte besonders relevant sind.
AMLD6
Die 6. EU-Geldwäscherichtlinie, die den regulatorischen Rahmen für die Bekämpfung von Geldwäsche in der EU verschärft und den Kreis der Verpflichteten erweitert.
Sorgfaltspflichten
Die gesetzlichen Pflichten zur Identifizierung und Überprüfung von Geschäftspartnern im Rahmen der Geldwäscheprävention.
Handelsregister-Prüfung
Die Überprüfung der gewerblichen Eintragung eines Geschäftspartners im Handelsregister als Teil der KYC-Due-Diligence.